Lasst uns spielen!

Der Heidelberger Frühling schafft in seinem Jubiläumsjahr über digitale Kulturangebote diverse Begegnungen mit FestivalkünstlerInnen

Virtuelle Spielwiese? Echte Kunst!

Einfach nur eine Konzertbühne abfilmen? „Das reicht nach einem Jahr Livestream-Alltag in der Musikwelt schlichtweg nicht mehr,“ sind sich Festival-Programmplanerin Annett Baumeister und Intendant Thorsten Schmidt einig. Auch wenn dies immer noch Neuland in der Klassikbranche bedeutet, stellt der Heidelberger Frühling nach der kompletten Festivalabsage in den nächsten Wochen ein vielfältiges Digitalprogramm auf die Beine. Er hat sich vorgenommen, sich die Möglichkeiten der virtuellen Kunstformen zu Nutze zu machen. Denn Nähe, Begegnung und Diskurs über die Mittel der Kunst sind auch in dieser Welt möglich.

Unbestritten, es kann den Festivalzauber und das direkte Gemeinschaftserleben nicht ersetzen. Das soll es auch nicht. In einer Zeit, in der Live-Musikerlebnisse vor Publikum allerdings weit von der Lebensrealität entfernt sind, stellt es weit mehr als eine Alternative dar.

Es ist eine Notwendigkeit, die die spannende Herausforderung in sich trägt: „Lasst uns spielen!“. Denn Ausprobieren, Suchen, Finden, Gewinnen und Scheitern gehören dazu, wenn man sich auf neues Terrain wagt. Unter diesem Motto sind gemeinsam mit langjährigen künstlerischen FreundInnen, PartnerInnen, aber auch Neuzugängen in der Festivalfamilie diverse Programmformate entstanden, die zwischen dem 20. März bis 18. April über die Webplattform www.fruehling25.de und über die Social Media Kanäle des Heidelberger Frühling frei zugänglich zu erleben sind.

Online und trotzdem vor Ort

Spielorte des Digitalprogramms sind die Alte Aula der Universität Heidelberg, einer der schönsten Konzertsäle Heidelbergs für Kammermusik, und das Frauenbad des Alten Hallenbads Heidelberg. Hier haben in den letzten Festivaljahren die beliebten Late Night Lounges und After Work Konzerte in legerer Atmosphäre stattgefunden. Möglich ist die aufwendige Produktion nur mit einem ausgeklügelten Hygienekonzept, denn auch Veranstaltungen ohne Publikum unterliegen strengen Sicherheitsauflagen. Ohne einen negativen Corona-Test kommt keiner in die Produktionsräume, das gilt sowohl für die angereisten KünstlerInnen als auch für das gesamte Technik- und Festivalteam. Denn die Gesundheit aller Beteiligten steht an oberster Stelle.

Für „Lasst uns spielen!“ kommen Komponist und Klarinettist Jörg Widmann, Pianist Pierre-Laurent Aimard, Sängerin Anna Lucia Richter, das Schumann Quartett, Akkordeonist Martynas Levickis, die Cellisten Maximilian Hornung und Jonas Palm, die Geigerinnen Sarah Christian und Alina Pogostkina, Fellows der Lied Akademie, StipendiatInnen der Kammermusik Akademie und natürlich Pianist Igor Levit nach Heidelberg.

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