20.03.2021 – 19 Uhr
Erstausstrahlung

AUFTAKT 25 JAHRE HEIDELBERGER FRÜHLING

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Dieser Abend markiert den Start ins Jubiläumsjahr. Gemeinsam mit Moderatorin Andrea Thilo, Intendant Thorsten Schmidt und Gästen wie Pianist Igor Levit, Mezzosopranistin Anna Lucia Richter, dem Schumann Quartett, Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, Ministerin Theresia Bauer u.v.m. werden 25 Jahre Heidelberger Frühling gefeiert: Zeit, um einen dankbaren Blick zurückzuwerfen und Gelegenheit, um beherzt nach vorne zu schauen.

Die Veranstaltung wurde am 19. und 20.03.2021 live aufgenommen.

PROGRAMM

Igor Levit Klavier

Anna Sophia Richter Mezzosopran

Schumann Quartett:
Erik Schumann Violine
Ken Schumann Violine
Liisa Randalu Viola
Mark Schumann Violoncello

Gustav Mahler
Rheinlegendchen (bearb. Max Knigge)
Blicke mir nicht in die Lieder (bearb. Stefan Heucke)
Ich atme einen linden Duft

Joseph Haydn
aus Streichquartett Nr. 1 op. 1 B-Dur: Presto

Fred Hersch
Nocturne (for left hand alone)

Henri Marteau
In dem Garten meiner Seele
Sonnenlied

Fred Hersh
Valentine

IGOR LEVIT (Klavier)

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Als kreativer Kopf des Kammermusikfests „Standpunkte" und künstlerischer Leiter der Kammermusik Akademie ist der Pianist Igor Levit mit dem Heidelberger Frühling seit langem eng verbunden.

Igor Levit verbindet in seinem Klavierspiel „klanglichen Charme, intellektuellen Antrieb und technische Brillanz“ (The New Yorker). Mit wachem und kritischem Geist stellt er seine Kunst dabei in den Kontext des gesellschaftlichen Geschehens und begreift sie mit diesem als untrennbar verbunden. Die New York Times beschreibt Igor Levit darin als einen der „bedeutendsten Künstler seiner Generation“, die Süddeutsche Zeitung als „Glücksfall“ für das heutige Konzertgeschehen und die Zeit titelte, Igor Levit „will nicht nur der Mann sein, der die Tasten drückt“.

ANNA LUCIA RICHTER (Mezzosopran)

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Anna Lucia Richter entstammt einer großen Musikerfamilie. Als langjähriges Mitglied des Mädchenchores am Kölner Dom erhielt sie seit ihrem neunten Lebensjahr Gesangsunterricht bei ihrer Mutter Regina Dohmen. Im Anschluss wurde sie von Prof. Kurt Widmer in Basel ausgebildet und schloss ihr Gesangstudium mit Auszeichnung bei Frau Prof. Klesie Kelly-Moog an der Musikhochschule Köln ab. Weitere Anregungen erhielt sie von Christoph Prégardien, Edith Wiens und Margreet Honig. Im Frühjahr 2020 leitete die Künstlerin einen Fachwechsel zum Mezzosopran ein in enger Absprache mit der Gesangsexpertin Prof. Tamar Rachum, die sie auch weiterhin betreut. Die Künstlerin erhielt zahlreiche Preise, darunter der prestigereiche Borletti-Buitoni Trust Award.

Inzwischen ist die Künstlerin weltweit unterwegs. Die Einladung, im Sommer 2020 die Rolle der Zerlina in Mozarts Oper Don Giovanni unter Teodor Currentzis bei den Salzburger Festspielen zu singen, musste pandemiebedingt leider verschoben werden. Ein wichtiges Projekt ist aber die Eurydice/La Musica in Monteverdis Orfeo in der viel beachteten Produktion von Sasha Waltz, die an der Staatsoper Unter den Linden aus der Taufe gehoben wurde.

Großartige Konzertprojekte stehen 2020/2021 auch auf internationalem Parkett an: u.a. singt sie die ihr besonders vertraute 4. Symphonie von Gustav Mahler mit dem Nederlands Philharmonisch Orkest im Concertgebouw, Amsterdam, unter Lorenzo Viotti, weiter in Bremen, Bochum und Mailand. Konzerte mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Gustavo Gimeno in Tel Aviv und Haifa im November mussten leider abgesagt werden.

Mit den Münchner Philharmonikern unter der Leitung von Valerie Gergiev ist sie mit diesem Werk für eine Tournee durch Asien, u.a. in Peking, Tianjin, Najing, Shanghai und Seoul gefragt. Auf Tournee geht sie mit dem Freiburger Barockorchester: London (Wigmore Hall), Bath, Stuttgart (Liederhalle) und Berlin (Berliner Philharmonie) mit Arien aus Händels Oper Semele und Telemann´s Kantate Ino. Kurzfristig singt sie Mahlers Wunderhorn-Lieder mit den Dresdner Philharmonikern unter Vasily Petrenko.

Anna Lucia Richter arbeitete in letzter Zeit häufig mit Teodor Currentzis und MusicAeterna, u. a. in einer konzertanten Aufführung von Mozarts La Clemenza di Tito, mit dem London Symphony Orchestra und Bernard Haitink, Giardino Armonico und Giovanni Antonini, dem Orchestre de Paris und Thomas Hengelbrock sowie dem Budapest Festival Orchestra unter Iván Fischer. Mit diesen Ensembles gastierte sie auch wiederholt bei großen Festivals wie dem Lucerne Festival, bei den BBC Proms in London, beim Schleswig-Holstein Musik Festival oder als ‚Artist in Residence‘ beim Rheingau Musik Festival 2018 sowie in der Kölner Philharmonie 2018/19.

Im Bereich Lied ist Anna Lucia Richter mit einem umfangreichen Repertoire in allen großen Liedzentren zu Gast, z. B. bei der Schubertiade Schwarzenberg, der Schubertiada Vilabertran, dem Rheingau Musik Festival, beim Heidelberger Frühling oder der Wigmore Hall London. Ihr US-Debüt gab sie mit drei Liederabenden in New Yorks Park Avenue Armory, begleitet von Gerold Huber, ein weiteres US-Rezital in der Weill Hall der Carnegie Hall mit ihrem viel beachteten und außergewöhnlichen Liederkreis-Programm gemeinsam mit Michael Gees mit Eichendorff-Vertonungen und Improvisationen. Bei den Salzburger Festspielen 2019 gab sie zusammen mit Mitsuko Uchida und Jörg Widmann ein Kammerkonzert.

In der Saison 2018/2019 begann für Anna Lucia Richter eine dreijährige Residenz als "Junge Wilde" am Konzerthaus Dortmund: als Auftakt sang sie Anfang 2019 einen Schubert-Liederabend zusammen mit Gerold Huber. Das Programm „Heimweh“ erschien kurze Zeit später auf CD, gleichzeitig Anna Lucia Richters Debüt-CD beim Label Pentatone. Im Frühjahr 2020 folgte ein Konzert mit dem Ensemble Claudiana, ein Monteverdi-Abend unter dem Titel: Il delirio della passione und im Frühjahr 2021 gibt sie zusammen mit dem Schumann-Quartett ein Konzert mit Reimann-Bearbeitungen von Liedern von R. Schumann und F. Mendelssohn Bartholdy.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der offiziellen Website der Künstlerin.

SCHUMANN QUARTETT

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Erik Schumann
Ken Schumann
Liisa Randalu
Mark Schumann

Das Schumann Quartett ist dort angekommen, wo alles möglich ist, weil man auf Sicherheiten verzichtet. Das schließt auch das Publikum mit ein, das sich Abend für Abend auf alles gefasst machen muss: „So wirklich entwickelt sich ein Werk nur live“, sagen sie, „das ist ‚the real thing‘, weil wir vorher selbst nie wissen, was passiert. Spätestens auf der Bühne fällt jede Imitation weg, man wird automatisch ehrlich zu sich selbst. Dann kann man in der Musik eine Verbindung mit dem Publikum herstellen, kommunizieren.“ Die Live-Situation wird in naher Zukunft noch weiter aufgeladen: Sabine Meyer, Menahem Pressler, Andreas Ottensamer und Anna Lucia Richter zählen zu den aktuellen Partnern der Vier. Ein besonderes Highlight der Saison 20/21 stellt die Einladung nach Tokio in die Suntory Hall dar. Des Weiteren wird das Quartett in Nordamerika und Asien auf Tour gehen, zu Gast bei Festivals in Deutschland, in der Schweiz und den Niederlanden sein und Konzerte in den großen Musikmetropolen Zürich, Hamburg, London, Berlin und Madrid spielen. Außerdem wird das Quartett zusammen mit der Sopranistin Katharina Konradi zwei besondere Programme in Barcelona und Madrid darbieten können.

LIEDTEXTE

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